"Der Mensch muss manchmal Berge überwinden, um zu seinem Herzen zu kommen."
„Wirklichkeit ist, was wirkt.“ - Medizin und Gesundheitswesen neu denken.
„Manchmal verlieren wir die Fassung, einfach so, und ehe wir uns versehen, ist uns eine neue Sicht der Welt zugefallen.“
Heilen ist nicht das Gleiche wie kurieren.Heilen bezieht sich auf den Gesamtzustand deines Lebens, während kurieren deinen physischen Zustand betrifft. Deshalb ist heilen immer möglich, unabhängig davon, wie schlecht es um dein Leiden steht. Doch du musst den Heilungsprozess selbst auslösen. Außergewöhnliche Menschen verstehen dies. Sie sind gewillt, schwierige Entscheidungen zu treffen, erproben neue Wege und sind voller Inspiration. Wir alle haben die Fähigkeit außergewöhnlich zu werden; ob wir sie nutzen oder nicht hängt von uns ab.
Wie entstehen Ideen? Niemand weiß das, aber wir haben ein Wort dafür: Inspiration. Es bezeichnet den Moment, in dem etwas vollkommen Neues geboren wird. Das Wort ist abgeleitet aus dem Lateinischen inspiratio was soviel bedeutet wie Beseelung. Das Wort ist dem Moment gewidmet, indem Menschen Dingen Leben einhauchen, wenn sie eine neue Form finden, wenn sie Wege suchen, die niemand vor Ihnen gegangen ist.
Wenn wir das Beste geben, was wir können – und mit dem leben müssen, was dabei herauskommt. Das ist der beste Boden für neue Ideen. Dann haben wir Einfälle und die Eingebungen kommen ganz von allein.
Unter Inspiration (von lat.: inspiratio = Beseelung, Einhauchen von Leben, Ausstatten mit Geist) versteht man allgemeinsprachlich jene mentale Kraft, die neue Ideen hervorbringt. Inspiration bezeichnet häufig auch ein Erlebnis, das als Auslöser für eine neue Idee angesehen wird, z.B. die Begegnung mit einem Menschen, eine Reise oder ein Traum. Menschen, die Künstler oder Wissenschaftler inspirieren, nennt man Musen.
Das Konzept der Inspiration setzt voraus, dass Kreativität oder Originalität im Menschen durch einen bestimmten Auslöser von außen in Gang gesetzt werden müssen. Allerdings ist noch nicht erforscht, ob dieser Auslöser tatsächlich die neurologische Ursache für Kreativitätsschübe großer Künstler ist, oder ob vielleicht eher interne biologische Prozesse der Grund sind.
Der Heilprozessbegleiter ist einer, der den Kranken quasi als Weggefährten in die Untiefen seiner Krankheit begleitet. Ihm geht es weniger um die äußere Gesundung, als viel mehr um die innere Heilung: Heil werden, die eigene Mitte neu ausloten, ist das, was er sich für den kranken Menschen wünscht.
Der Kranke wird seiner momentanen Situation gewahr, muss sie annehmen lernen, wie sie ist. Seine Aufgabe ist es jetzt, sein Wollen in der Welt der Erfolge und Ziele zu verwandeln in ein Hinhören und Lauschen auf das, was aus ihm heraus Gestalt finden will.
Es geht darum, die leisen und unscheinbaren Bewegungen aufzunehmen, die sich zu Wort melden.
Der objektbezogene Körper wird heutzutage geradezu in Richtung Gesundheit gedrillt:
- über Medikamentenvergabe, die an ihm vorbei Gesundheit herstellen soll,
- über die eigenen Willensanstrengungen, die ihn selbst als Kranken außer Acht lassen,
- über die Leistungsanforderungen von außen, die ihn quasi in die Gesundheit zwingen.
Uns geht es in der Ausbildung zum Heilprozessbegleiter mehr um einen subjektbezogenen Körper, der den, - wenn auch vielleicht leisen -, Eigenbewegungen in Richtung Gesundung bzw. Heilung und der entstehenden Melodie des Neuanfangs folgen darf.
Es geht also um eine wahrnehmungsbezogene, prozessuale Hinwendung zum eigenen Sein. Es geht darum, sich den Bewegungs- und Entwicklungsmustern, die allem Lebendigen zugrunde liegen, zu öffnen, ihnen Raum zu geben, sie ihren Weg finden zu lassen. Ein Prozess, der nicht darüber hinweg geht, sondern aus der eigenen Tiefe schöpft und von dorther neu zur Welt bringt.
Der Heilprozessbegleiter sieht Krankheit nicht als Antwort auf eine Schuld, sondern als Teil eines schmerzhaften, und meist nicht herbeigesehnten Prozesses zur eigenen Neuwerdung.
Ein Großteil der Ausbildung zum Heilprozessbegleiter besteht darin, auch einen eher induktiven Weg zur Gesundung für sich und die Menschen, die er/sie begleitet, zu entdecken.
Natürlich sollen der Mensch und sein Körper auf diesem Weg nicht nur auf sich selbst und auf die aus ihm selbst heraus entstehenden Antworten angewiesen sein. Denn wer bildlich gesprochen im Gefängnis sitzt, hat selten selbst das, was benötigt wird, im eigenen Gepäck, um den Blick wieder frei zu bekommen.
Manchmal ist es wichtig, dass der Körper über kleine Wahrnehmungs- und Bewegungsübungen, durch Berührungen oder durch Massagen zu einer inneren Erfahrung der Neuausrichtung und Neuaufrichtung kommt, die ihn fortan an den ehemals gesunden Zustand erinnert und ihm hilft, seine Kräfte in Richtung Gesundung zu sammeln.
Genauso hilfreich kann es sein, den Körper in Kontakt zu bringen mit dem Wissen, das den Pflanzen innewohnt. Der Mensch mit seinen Ungleichgewichten und Unausgegorenheiten ist manchmal auf die Kräfte von Heilpflanzen angewiesen, um in sich den notwendigen Grundstein für den Einstieg in einen Bewegungs- und Veränderungsprozess zu legen und um an den Fluss des Lebens wieder anzuknüpfen zu können.
Eine Vielzahl hilfreicher Verfahren und Impulse, die uns Heilprozessbegleitern helfen, die Verhärtungen und Einseitigkeiten des Geworden seins des Kranken zu spiegeln, einzuschmelzen und zu verflüssigen, kommen aus der humanistischen Psychologie oder sind von den Ausbildern im Laufe Ihres erfahrungsreichen Berufslebens selbst weiter- und fortentwickelt worden.