Nutzen, Chance und Regeln des Einsatzes von Selbsterfahrungsspielen in der Schule
Fortbildungseinheiten für (Teil-)Kollegien von 3 Stunden bis zu 20 Tagen, für 10-70 Lehrer/innen möglich.
Das Einsetzen von Spielen sollte nicht im luftleeren Raum stattfinden, sondern auf dem Boden der Wertehaltungen und Ziele, die der Initiierende (der Lehrer/ die Lehrerin) auch sonst vermittelt. Allerdings ermöglicht das Spiel dem Lehrer/ der Lehrerin die Berufsrolle für einen Moment zu verlassen. Er/sie kann die Kultur des Oben und Unten, des Regelsetzenden und des Regeleinhaltenden für einen Moment verflüssigen und so die unfruchtbare Erstarrung im Alltagshandeln verhindern. Über das Spiel entstehen gemeinsame Erfahrungen, die als Ausgangspunkt für Sinnstiftung und Wertebildung dienen können. Sie können aber auch Einfluss nehmen auf die Art, wie Schüler/innen ihrer Wirklichkeit Bedeutung geben.
Das Spiel hilft eigene Schwellenängste zu überwinden. Spiel ermöglicht dem Erwachsenen Begegnung mit dem Kind / Jugendlichen. Das Spiel kann Zugang zum Kind / Jugendlichen und seiner eigenen subjektiven Wirklichkeit eröffnen. Das Spiel kann Brücke zur Welt der Kinder sein. Das Spiel ist Quelle für Intimität und Bindung. Spiel hat mit Konzentration zu tun und bewegt sich im Spannungsfeld von eigenen Möglichkeiten und Grenzen. Das Spiel fordert das Kind ohne Leistungsdruck. Im Spiel vergisst das Kind sich selbst. Das Spiel bindet auf neue Weise Kräfte und Aufmerksamkeit ein. Im Spiel weichen Alltagsrollen auf. Das Spiel ist ein wichtiger Raum des sich selbst Erprobens. Das Spiel ist ein Schlüssel für Heimaterfahrung. Im Spiel lernen wir mit unseren eigenen spontanen Kräften umzugehen und sie zu steuern. Spiel hat etwas mit Vertrauen, Vorbehaltlosigkeit und Zeitlosigkeit zu tun und hilft Selbstausgrenzung zu verhindern.
Wir haben Zeit ganz praktisch Erfahrungen mit Spielen zu machen und über ihren Sinn zu reflektieren.