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Sterbebegleitung
Wir Menschen sind uns gegenseitig zur Betreuung auch im Sterben verpflichtet. Nebe der Behandlung oder oft nur Linderung von Schmerz, Atemnot und Angst, gehören zur Sterbebegleitung Gespräche mit den betroffenen Menschen und meist auch mit seinen Angehörigen. Solche Gespräche sind anspruchsvoll und schwierig, fehlt uns allen doch die Erfahrung des eigenen Todes, ja schon Gedanken daran neigen wir als Lebende zu verdrängen. Ganz übersehen wird, dass das direkte Befragen des Patienten nach seinen Vorstellungen des Todes und nach damit verbundenen Ängsten meist sehr positiv aufgenommen wird -, auch das Erfragen des Inhaltes von Träumen des Sterbenden kann dabei als Einstieg sehr hilfreich sein.
Im Apollotempel zu Delphi ist die Inschrift zu finden: "Erkenne dich selbst", gemeint ist: "Mensch, erkenne dich selbst als Sterblichen". Der Mensch als zeitlich limitierte Erscheinung ist angesprochen.
Das Leben hier beginnt und endet einmal, der Mensch ist sterblich - dies im Gegensatz zu den unsterblichen Göttern. Setzt man sich darüber hinweg oder verfällt sogar dem Unsterblichkeitswahn, so begeht man in der Vorstellung der alten Griechen die Verfehlung des Hochmutes, des Verkennens der eigenen Grenzen und gerät somit ins sichere Verderben.
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