Supervision
Sie sind herzlich eingeladen Supervision bei uns in Anspruch zu nehmen.
Im Handbuch für Erzieherinnen Februar 2010 (Nr. 56) finden Sie einen 20-seitigen Artikel über die Merkmale fachlich gelungener Supervision von Joachim Armbrust.
(einfach auf die blaue Schrift klicken, dann öffnet sich PDF-Datei)
Was ist Supervison?
Für die,
die hiermit noch nicht soviel Erfahrung haben hier eine kurze Skizze,
was in den Bereich der Supervision aus unserer Sicht alles hineinreicht:
1. Zielgruppe/ Rahmen
Supervision
ist eine zeitlich begrenzte, fachliche Auseinandersetzung über die
eigene praktische Arbeit. Supervision ist ein Instrument zur
Unterstützung und Beratung von Fachleuten.
Zielgruppe
sind Menschen in Berufen mit hoher psychischer Belastung z.B.
Erzieher / innen, Jugend - und Heimerzieher / innen, Lehrer / innen,
Sozialpädagogen / innen, Sozialarbeiter / innen, Ergotherapeuten
/ innen, Krankengymnasten / innen, Hebammen, Psychologen / innen, Ärzte
/ Ärztinnen, Arzthelferinnen, Familienhelfer / innen, Therapeuten /
innen, Menschen in leitender Funktion, Unternehmensberater / innen,
Prozessbegleiter/innen, Rechtsanwälte / innen, Organisationsentwickler
/ innen usw.
Dabei wird unterschieden zwischen Einzel-, Gruppen- oder Teamsupervision.
Parallel dazu einigt man sich wiederum auf fallbezogene, teambezogene, struktur- oder prozessbezogene Supervision.
2. Aufgaben und Ziele der Supervision
Neben
einer psychischen Entlastung strebt Supervision die Erhöhung der
Professionalität der Beteiligten und eine Verbesserung von
institutionellen Rahmenbedingungen an.
Supervision
ist die systematische Reflexion des fachlichen Handelns. Sie zielt auf
eine Klärung, Erweiterung und Präzisierung des fachlichen Handelns ab.
Supervision soll im Rahmen der vereinbarten Zielsetzung einerseits dazu
beitragen, verborgene oder unbewusst gebliebene Anteile sichtbar
zu machen und damit evtl. festgefahrene (Beratungs-)Prozesse zu öffnen.
Supervision soll andererseits aber auch darin unterstützen, die
Möglichkeiten der genutzten Handlungsinstrumente auszuschöpfen und
zielgenau einzusetzen. Supervision schärft zudem den Blick für
strukturelle Gegebenheiten. Als „ professionell begleitetes Nachdenken“
ist sie eine Beratungsform für berufliche Probleme.
Als
Lern-, Erkenntnis- Verständnis- und Bedeutungsgebungs- Prozess
vermittelt sie alternative Handlungsperspektiven und hilft die
Initiativkraft in schwierigen Situationen zurück zu gewinnen.
Gegenstand der Supervision sind nicht nur äußere, sondern auch innere Gegebenheiten.
Sie hilft Einsicht zu gewinnen in Mechanismen, Handlungszusammenhänge, sowie Interpretations- und Bewertungsmuster.
Supervision trägt letztendlich mit zur Persönlichkeitsentwicklung bei.
Supervision entlastet auch durch die emotionale Anteilnahme, die der Supervisand erfährt.
Reflexionskompetenz und die Fähigkeit zur Selbstexploration werden erweitert, die eigene Wahrnehmung weiter ausdifferenziert.