IV.Unser Zweck, unsere Ziele:
Wer wir sind/ was wir wollen/ was wir bieten
bewusst leben - gesund ernähren -natürlich heilen
Für eine ganzheitliche Medizin
Für eine gesunde Lebensführung
In diesem Sinne Einflussnahme auf gesundheitspolitische Entwicklungen
Wir sind parteipolitisch unabhängig, konfessionell neutral und verfolgen ausschließlich gemeinnützige Ziele und wir denken: unser Gesundheitswesen ist reformbedürftig.
Eine Lösung aktueller Gesundheits- und Krankheitsfragen kann aus unserer Sicht auf Dauer nur gelingen, wenn die Vielzahl der heute bekannten Determinanten von Gesundheit berücksichtigt wird. Die pathogenetische Frage: "Was macht Menschen krank?" muss ergänzt werden durch die salutogenetische Frage: "Was hält Menschen gesund?"
Es bedarf im Allgemeinen einer gewissen Aktivität, Energie, Stimmung, Wachheit oder Konzentriertheit des einzelnen, um gesundheitsgerecht zu handeln.
Ein Mensch sollte davon überzeugt sein, kompetent genug zu sein, um selbstwirksam handeln zu können (Selbstwirksamkeit, Kompetenzerwartung).
Hierin können unsere Gesundheitssysteme den einzelnen unterstützen oder behindern.
Sicher haben Sie das auch schon einmal erlebt: Sie kommen vom Arzt, halten ein Rezept in der Hand und fühlen sich unwohl. Ihnen ist ein Antibiotikum verschrieben worden. Sie überlegen "Muss das denn wirklich sein? Ich habe doch eigentlich nur eine Erkältung." Und dann erinnern Sie sich, dass Ihnen Ihre Großmutter in solchen Momenten immer eine Hühnersuppe gekocht hat. Und die hat dann auch meistens geholfen.
Im Schatten der Apparatemedizin und der allmächtigen Pharma-Industrie haben sich eine Vielzahl von alternativen Denk- und Heilweisen entwickelt, die am bestehenden wissenschaftlichen Denken und der daraus resultierenden medizinischen Praxis erhebliche Bedenken haben. Ihnen allen gemeinsam ist ein ganzheitlicher Anspruch bzw. ein energetisches Denken. Insbesondere das reine Behandeln von Symptomen, meist auch noch durch unterdrückende Medikamente, wird als nicht wirklich heilsam angesehen, da es selten die Ursache angeht - und die kann auf sehr unterschiedliche Ebenen liegen.
Grundsätzlich sieht diese Denkrichtung den Mensch ganzheitlich, d.h. als Einheit aus Körper, Seele und Geist. Das beinhaltet feinstoffliche und energetische Aspekte, die heute von der Wissenschaft noch nicht anerkannt sind. Ganz wichtig sind dabei auch die psychischen bzw. psychosomatischen Hintergründe eines Krankheitsgeschehens.
Uns geht es um ein umfassenderes Gesundheitsverständnis.
Wir stehen für ein Gesundheitsverständnis, dem es wichtig ist, Krankheitssymptome nicht als etwas, was man "bekämpfen" muss, anzusehen, oder als etwas, was es zu ignorieren gilt, sondern als eine Botschaft des Körpers, dass die körperliche Ordnung droht, aus dem Gleichgewicht zu geraten. Das ist der Unterschied zum allopathischen Gedankengut.
Unstrittig ist, dass die komplementär- und ganzheitlichmedizinischen Verfahren in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert besitzen. Es ist eine ständig steigende Inanspruchnahme der Komplementärmedizin in der medizinischen Versorgung zu beobachten. Wir wünschen uns deshalb eine Versachlichung der derzeitigen Diskussion um die Komplementär- und ganzheitliche Medizin.
Aus unserer Sicht ist eine Umorientierung des Gesundheitssystems in Richtung eines integrierten und damit nachhaltigen Versorgungssystems dringend notwendig.
Ziel unserer Aktivitäten ist es, zu einer langfristigen Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität beizutragen.
Wir sind überzeugt: Eine zeitnahe und kontinuierliche Sichtbarmachung des Ist-Zustandes der Strukturen, der Prozessabläufe und der Ergebnisse in den Bereichen Patientenzufriedenheit, subjektive Bedeutungsgebung des einzelnen Patienten zum Behandlungsverlauf im Krankenhaus, Mitarbeiterzufriedenheit, medizinische und psychosoziale Ergebnisse, berufsgruppen-, hierarchie- und fachübergreifende Zusammenarbeit bei der Analyse und Entwicklung von Problemlösungsstrategien würde schnell zu Veränderungen im Krankenhausbetrieb führen.
Im Zentrum eines zukünftigen Gesundheitswesens steht aus unserer Sicht der mündige Mensch, der sich mit seinen Krankheiten auseinandersetzen muss und will. Er muss innerlich und äußerlich am Gesundungsprozess mitwirken, er muss mit den Folgen der Krankheit und der Behandlung leben. Er muss an den sozialen Vorgängen in dem ihn betreffenden Gesundheitswesen aktiv teilnehmen können. Nur der Patient kann die Verantwortung für sich und seine Gesundheit übernehmen. Er muss die Möglichkeit haben an seinem Erleben entlang sich für individuelle Heilungs- und Gesundungswege entscheiden zu können. Das eingrenzende, starre Ordnungsprinzip allgemeiner gesetzlicher Regelungen steht der individuellen Differenzierung diametral entgegen und ist eigentlich nicht mehr praktikabel.
Es ist Aufgabe des Staates, diese Entwicklung zu mehr gelebter Verantwortung zuzulassen oder zu ermöglichen und damit gleichzeitig auch die Intimität des Gesundungsprozesses zu gewährleisten.
Wir sind gegen (schul-)medizinischen Dogmatismus und für die Integration ganzheitlicher Therapiemethoden.
Vom Patienten wird unserer Meinung nach viel zu oft nur vom zu Versorgenden und viel zu selten vom autonom Handelnden gesprochen.
Wir stehen für Eigenverantwortung in Bezug auf die eigene Gesundheit, wir wollen helfen die Rahmenbedingungen zu schaffen, die zur Mobilisierung der Selbstheilungskräfte des Menschen beitragen, die aber auch aktiv auffordern, sich individuellen Gesundungswegen zu stellen.
Unser Handeln zielt darauf ab, durch aktives anwaltschaftliches Eintreten bestimmte Faktoren positiv zu beeinflussen und der Gesundheit zuträglich zu machen.
Alle Menschen sollen befähigt werden, ihr größtmöglichstes Gesundheitspotential zu verwirklichen. Dies umfasst sowohl Geborgenheit und Verwurzelung in einer unterstützenden sozialen Umwelt, den Zugang zu allen wesentlichen Informationen, die Entfaltung von praktischen Fertigkeiten, als auch die Möglichkeit, selber Entscheidungen in Bezug auf die persönliche Gesundheit treffen zu können. Menschen können ihr Gesundheitspotential nur dann weitestgehend entfalten, wenn sie auf die Faktoren, die ihre Gesundheit beeinflussen, auch Einfluss nehmen können. Dies gilt für Frauen ebenso wie für Männer.
Wir setzen uns ein für eine Gesundheitspolitik ein, die Hindernisse identifiziert, die einer gesundheitsgerechteren Gestaltung politischer Entscheidungen und Programme entgegenstehen. Ziel muss es sein, auch politischen Entscheidungsträgern die gesundheitsgerechtere Entscheidung zur leichteren Entscheidung zu machen.
Wir wollen Mitbestimmung für Gesundheitsbelange unterstützen. Wir wollen die Menschen selber als die Träger ihrer Gesundheit anerkennen.
Wir wollen Menschen ermutigen und befähigen, Ihre Gesundheit in die eigene Hand zu nehmen. Wir wollen Ratsuchenden Hinweise bei Gesundheitsproblemen geben und bei der Orientierung im wachsenden Angebot naturheilkundlicher und unkonventioneller Diagnose- und Behandlungstechniken helfen.
Dabei legen wir besonderen Wert auf die ganzheitliche Sicht von Körper, Geist und Umwelt. Gleichzeitig möchten wir Fachleuten und Interessierten ein Forum für die wissenschaftliche Diskussion und den Erfahrungsaustausch bieten.
Wir meinen: Zusammenarbeit von Naturheilkunde und Schulmedizin mit gegenseitiger Akzeptanz ermöglicht in der Komplementärmedizin, die Erkenntnisse und Erfahrungen beider Richtungen zum Wohl der Kranken zu nutzen.
Als örtlicher Interessenverband sehen wir unsere Aufgabe unter anderem darin, uns für die Interessen der Patienten bei Politikern und Krankenkassen einzusetzen, die Komplementärmedizin in der Öffentlichkeit darzustellen und Anfragenden bei der Suche nach entsprechend arbeitenden Ärzten zu helfen.
Ziel ist es, die Komplementärmedizin aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, die Möglichkeiten interdisziplinärerer Zusammenarbeit auszuloten und voranzutreiben und gemeinsame Vortrags- und eventuell zu einem späteren Zeitpunkt auch gemeinsame Lehrveranstaltungen über diesen Bereich anzubieten.
Wir vermitteln Ärzte, Heilpraktiker und Therapeuten in Kursen, Seminaren und Vorträgen.
Betroffene helfen sich gegenseitig durch Erfahrungsaustausch und gegenseitiges Verständnis.
"Besinnung" als ein Weg zur Wiedererlangung des Gleichgewichtes zwischen Körper-Seele-Geist und Umwelt/ Inwelt (beide stehen in enger Wechselbeziehung und ständigem Energieaustausch) begreifen.
Wir sehen als wichtig an, Menschen in ihrer persönlichen Entfaltung von Lebenssinn zu unterstützen. Die Auseinandersetzung mit Sinnfragen im Zusammenhang von Krankheit, Sterben und Tod zu unterstützen. Orientiert sich eine Person bewusst an einem Lebenssinn, erlebt sie eher Selbstachtung, Ich-Stärke, Kreativität, positive mitmenschliche Beziehungen und somit auch eine erhöhte Lebensqualität mit einer besseren 'Immunität' gegenüber physischen und psychischen Störungen. Wer sich engagiert für einen Lebenssinn einsetzt, der über die eigene Person und über persönliches Glücksstreben hinausweist, verwirklicht 'Selbst-Transzendenz', eine wichtige Bestimmung des Menschseins.
Wir stehen für:
-ganzheitliche Therapien, die den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele betrachten (ambulant wie stationär)
-sinnvolles Zusammenwirken schulmedizinischer und naturheilkundlicher Heilmethoden (ambulant wie stationär)
-Einbindung von Naturheilverfahren und -heilmitteln in die medizinische Grundversorgung
-Anerkennung und Erhalt der Naturheilkunde und der biologischen Medizin
-Anwendung nebenwirkungsfreier Präparate und Therapien, wie z. B.:
in der Regulations- und Umweltmedizin, in der Biologischen und Energetischen Medizin, Psychosomatische Therapieansätze
-Kostenerstattung von Naturheilverfahren
-Zulassung eines freien Krankenversicherungsmarktes mit individuellen Wahlmöglichkeiten für die Kostenerstattung
-Einrichtung von naturheilkundlichen Abteilungen als Standard in öffentlichen Kliniken und Reha-Kliniken
-ein freiheitliches und solidarisches Gesundheitssystem mit hoher Eigenverantwortung
-Selbstbestimmungsrecht für Patientinnen und Patienten
-Methodenvielfalt und Therapiefreiheit
-umfassender Schutz der Menschenwürde in Forschung und Medizin
-Forderung von Lehrstühlen für Naturheilkunde und Prävention beim Medizinstudium
-Selbstverantwortung und individuelles Gesundheitsbewusstsein.
-Mitsprache bei politischen Entscheidungen im Gesundheitswesen.
- Berücksichtigung der Umwelt, biologisches Bauen und Wohnen, kontrolliert biologische Landwirtschaft, gesunde Ernährung und Lebensweise, Keine genmanipulierter Nahrungsmittel, natürliche, giftfreie Textilien
-Erhaltung natürlicher Lebensgrundlagen, Boden, Wasser, Luft, Pflanzen- und Tierreich.
-naturbelassene Ernährung
Was wir bieten:
Erteilung von Auskünften und Adressen über naturheilkundlich arbeitende Therapeuten und Institutionen. Vertretung der Interessen unserer Mitglieder auf gesundheitspolitischer Ebene.
Umfangreiche Information über Gesundheitsvorsorge und nat. Lebensweisen.
Persönliche Beratung in Sachen Naturheilkunde bzw. Informationen über die Vereinsangebote telefonisch oder persönlich.
Im Rahmen einer ganzheitlichen Gesundheitsbildung fördert der Verein die selbstverantwortliche, naturgemäße Lebens- und Heilweise mit positiven Auswirkungen in allen Gesellschaftskreisen.
Gesundheitsförderung ist ein umfassendes individuelles, soziales, berufliches und gesellschaftlich-politisches Handlungsfeld mit den Aufgaben:
‘gesunde Lebensweisen’ bzw. individuelle und soziale Kompetenzen zu gesunder Lebensgestaltung im Kontext der alltäglichen sozialen Beziehungen zu fördern,
‘gesunde Lebenswelten’ bzw. gesundheitsfördernde Lebens-, Lern- und Arbeitsbedingungen in der Umwelt zu gestalten, eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik zu entwickeln.
Ein guter Gesundheitszustand ist eine wesentliche Bedingung für soziale, ökonomische und persönliche Entwicklung und entscheidender Bestandteil der Lebensqualität. Politische, ökonomische, soziale, kulturelle, biologische sowie Umwelt und Verhaltensfaktoren können alle entweder der Gesundheit zuträglich sein oder auch sie schädigen.
Gesundheit kann nicht nur auf einen naturwissenschaftlich-medizinisch messbaren Zustand reduziert werden. Gesundheit lässt sich nur unter dem Einfluss des Individuums, seinen sozialen Bezügen und auch seinen Umweltbedingungen angemessen betrachten. Gesundheit ist kein statischer Zustand, sondern vielmehr dynamisch als persönliche und soziale Aufgabe zu verstehen. "Gesundheit ist ein Balance-Akt, der zu jedem lebensgeschichtlichen Zeitpunkt immer erneut hergestellt werden muss." (Hurrelmann, 1988)
Die Kraft liegt, um es einfach auszudrücken, im Zusammenspiel dieser Ressourcen, die in ihrer Gemeinsamkeit die Kraft zur ganzheitlichen Gesundheit geben können
High-Tech und Herz - eine liebevolle Therapie und Ärzte, die ihre Patienten achten sind keine Utopie. Reine Kostenfixierung macht blind für Chancen eines umfassenden Konzepts der Gesundheitsgestaltung. Kranksparen auf dem Rücken der Patienten, die keine Lobby haben, bringt nichts. Wir sind gegen Funktionsmediziner und Zweiklassenmedizin.
Innovation, Wettbewerb, unternehmerische Phantasie verbinden – zum Nutzen der Lebensqualität von Menschen. Der Arzt als mitfühlender Partner des Patienten – darum geht es.
Wir sind für eine naturbewusste, ökologisch sinnvolle Lebensweise und natürliche Heilverfahren. Wir sehen unser Engagement als e in Beitrag zur Lebensqualität, nicht nur für uns persönlich, sondern auch für unsere Mitmenschen.
Gesundheit, Krankheit und Krankheitsbewältigung werden durch ein komplexes Zusammenwirken von physischen, psychischen und sozialen Faktoren bestimmt. Gesundheit bzw. Krankheit wird als Prozess verstanden, der durch das Verhalten und die ihn umgebenden Lebensverhältnisse beeinflusst wird. Demnach muss man gesundheitsbezogenes Verhalten in seiner lebensgeschichtlichen Entstehung sehen und gesundheitsschützende Lebensverhältnisse mit einer aufeinander abgestimmten Verhaltens- und Verhältnisprävention fördern.
Patientenberatungsstelle
Eine unabhängige Patientenberatungsstelle könnte ein mögliches Ziel sein. Die Beratungsstelle soll dabei als Gesundheitswegweiser verstanden werden, der über die Angebote von Ärzten, Krankenhäusern, Pflegediensten oder Krankenkassen vergleichend informiert. Gleichzeitig soll die Patientenberatung als Beschwerdeinstanz dienen und Patienten, die von Behandlungsfehlern betroffen wurden, oder bei der Wahl ihres individuellen Heilungsweges massiv diskriminiert wurden, gezielte Unterstützung und Beratung bieten.
Die Patientenberatungsstelle soll dem Patienten helfen, ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu gewinnen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.
Belegbettenabteilung
Eine Belegbettenabteilung für Homöopathie bzw. ganzheitliche Medizin bzw. Komplementärmedizin könnte Ziel unseres Interessenverbandes sein.