Supervision

Sie sind herzlich eingeladen Supervision bei mir in Anspruch zu nehmen. Schicken Sie mir eine E-Mail oder rufen Sie mich an: 0791 71552

Was ist Supervison?

Für die, die hiermit noch nicht soviel Erfahrung haben hier eine kurze Skizze, was in den Bereich der Supervision aus unserer Sicht alles hineinreicht.

1. Zielgruppe/Rahmen

Supervision ist eine zeitlich begrenzte, fachliche Auseinandersetzung über die eigene praktische Arbeit. Supervision ist ein Instrument zur Unterstützung und Beratung von Fachleuten.

Zielgruppe sind Menschen in Berufen mit  hoher psychischer Belastung z.B. Erzieher / innen, Jugend - und Heimerzieher / innen, Lehrer / innen, Sozialpädagogen / innen, Sozialarbeiter / innen,  Ergotherapeuten / innen, Krankengymnasten / innen, Hebammen, Psychologen / innen, Ärzte / Ärztinnen, Arzthelferinnen, Familienhelfer / innen, Therapeuten / innen, Menschen in leitender Funktion, Unternehmensberater / innen, Prozessbegleiter/innen, Rechtsanwälte / innen, Organisationsentwickler / innen usw.

Dabei wird unterschieden zwischen Einzel-, Gruppen- oder Teamsupervision. Parallel dazu einigt man sich wiederum auf fallbezogene, teambezogene, struktur- oder prozessbezogene  Supervision.

2. Aufgaben und Ziele der Supervision

Neben einer psychischen Entlastung strebt Supervision die Erhöhung der Professionalität der Beteiligten und eine Verbesserung von institutionellen Rahmenbedingungen an.

Supervision ist die systematische Reflexion des fachlichen Handelns. Sie zielt auf eine Klärung, Erweiterung und Präzisierung des fachlichen Handelns ab. Supervision soll im Rahmen der vereinbarten Zielsetzung einerseits dazu beitragen, verborgene oder unbewusst gebliebene Anteile  sichtbar zu machen und damit evtl. festgefahrene (Beratungs-)Prozesse zu öffnen. Supervision soll andererseits aber auch darin unterstützen, die Möglichkeiten der genutzten Handlungsinstrumente auszuschöpfen und zielgenau einzusetzen.  Supervision schärft zudem den Blick für strukturelle Gegebenheiten. Als „ professionell begleitetes Nachdenken“ ist sie eine Beratungsform für berufliche Probleme.

Als Lern-, Erkenntnis- Verständnis- und Bedeutungsgebungs- Prozess vermittelt sie alternative Handlungsperspektiven und hilft die Initiativkraft in schwierigen Situationen zurück zu gewinnen.

Gegenstand der Supervision sind nicht nur äußere, sondern auch innere Gegebenheiten.

Sie hilft Einsicht zu gewinnen in Mechanismen, Handlungszusammenhänge, sowie Interpretations- und Bewertungsmuster.

Supervision trägt letztendlich mit zur Persönlichkeitsentwicklung bei.

Supervision entlastet auch durch die emotionale Anteilnahme, die der Supervisand erfährt.

Reflexionskompetenz und die Fähigkeit zur Selbstexploration werden erweitert, die eigene Wahrnehmung weiter ausdifferenziert.

3. Supervision von Beratung

Der Prozess der Supervision lebt von der Spiegelung des beraterischen bzw. therapeutischen Geschehens in der konkreten Supervision.

Inhaltlich orientiert sich die Supervision an folgenden Bausteinen:

  • Formulierung eines Anliegens und einer Fragestellung in der konkreten Supervisionssituation
  • Reflexion von Verlaufsprozessen
  • Reflexion über hilfeplanerische Fragen/ zur Erarbeitung eines Hilfeplans
  • Reflexion über den Einsatz der beraterischen Instrumente
  • Reflexion der Grenzen und Möglichkeiten des einzelnen Mediums in Bezug auf die einzelne Beratung
  • Darstellung der Inhalts- und Beziehungsebene bezogen  auf den/die Ratsuchende
  • Supervisionsdialog
  • Abschluss der konkreten Supervisionssituation mit Feedback

4. Methoden der Supervision

Die Supervision bedient sich der Methoden der humanistischen Psychologie und schafft den Freiraum, persönliche Gefühle und Assoziationen mit einzubringen: eigene Bilder, Impulse, Fantasien,  eigene Erlebnisse und Erinnerungen, eigenes Betroffensein, Querverbindungen, Anhaltspunkte, Indizien usw.

Sie schafft neben dem kognitiven auch einen emotionalen Zugang.

Methoden können sein: Rollenspiele, freie Assoziation, zirkuläres befragen, Aufstellungen, Gespräch, Arbeit mit körperlichen Empfindungen usw.

Dabei geht es um: Rollenverteilung, Falldarstellung, Befragung, Hypothesenbildung, Stellungnahmen, Lösungsvorschläge, Entscheidungen usw.

Einige beispielhafte Supervisionspartner aus der jüngeren Vergangenheit:

  • Pflegefamilienteam des Kinderdorfes in Waldenburg
  • Berufsförderungswerk Nürnberg Schwäbisch Hall
  • Pflegefamilien vom Jugendamt
  • Mitarbeiter der Sonnenhofschule
  • Jugend im Lebensfeld des Ev. Jugendhilfe Friedenshort Cappelrain
  • Kriseninterventionsteam des Landkreises Schwäbisch Hall
  • Kindertagesstätte der AWO in Heilbronn-Horkheim
  • Kolpingbildungswerk Crailsheim
  • Zahnärzteteam
  • Pfarrer
  • Lehrer/innen
  • Streetworker der Stadt Schwäbisch Hall
  • Ambulantes Psychiatrische Pflege – Team
  • Sozialtherapeutische Gemeinschaft Weckelweiler
  • Privatschule Schlossschule Kirchberg
  • Kindertageseinrichtungen
  • Verschiedene Geschäftsführer von großen Unternehmen
  • Betriebsräte

Artikel

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Februar 2010 im Handbuch für Erzieherinnen (Nr. 56)

Mein Menschenbild in der Supervision
Handbuch für Erzieherinnen