Seminare in Kindertageseinrichtungen

Die Krabbelgruppe, die Mutter-Kind-Gruppe, der Kindergarten oder die Kindertagesstätte sind vom Kind aus betrachtet alles Einrichtungen, die ihm den Blick und den Weg aus der familiären Welt hinaus in die Welt eröffnen. Hier trifft erstes Gewordensein des Kindes auf Gesellschaft als Wertegemeinschaft im Kleinen.

Es geht um erste Integration, um sich Wohlfühlen, um das Spiegeln durch andere, um sich anpassen, sich einfädeln, um erstes Hineinfinden ins Große, Ganze. es geht um das Verstehen der Regeln, der Vereinbarungen, der Umgangsformen, um die altersgemäße Teilhabe an unserer Kultur.

Wenn uns etwas an den Kindern liegt, sollten wir Erwachsenen, uns darum bemühen, die Signale der Kinder zu verstehen, zu begreifen, wie sie ihrer kleinen Welt subjektiv Bedeutung geben.
Sie zu fördern, sie zu begrenzen, sie zu schützen, aber auch Ihnen Räume vorzubereiten, in die sie hineinwachsen können und die ihnen dabei helfen sich ihrem Wesen gemäß zu entwickeln und zu lernen in kleinen Schritten sich selbst zu bilden.

Bei diesem Integrationsprozess stehen wir Ihnen gerne hilfreich zur Seite und unterstützen Sie als Eltern oder als Erzieher/innen bei der Wahrnehmung Ihrer Aufgaben zum Wohle des Kindes.

Es ist nie zu früh, aber manchmal zu spät, also trauen Sie sich rechtzeitig!

Herzlichst
Joachim Armbrust

Zeitungsartikel zu unserer Arbeit und zu unseren Werten

Überlastete Erzieherinnen
Zeitungsartikel in der Südwestpresse vom 25. Juni 2009

Erzieherinnen streiken zurecht
Zeitungsartikel im Haller Tagbblatt vom 4. Juli 2009

Einladung unsere Seminare für Fachmitarbeiterinnen aus dem elementarpädagogischen Bereich zu buchen

Liebe Erzieherinnen,

der Berufsalltag von Erzieherinnen wird nicht einfacher.

Größere Gruppen, gruppenübergreifende Angebote, Gruppenzusammenlegungen am Nachmittag, Integrationsherausforderungen, altersmäßige Öffnung, Finanznot der Kommunen, Wirtschaftlichkeit, Ort der Bildung, sind nur einige Stichworte unter denen in den letzten Jahren massive Veränderungsprozesse im Kindergarten bzw. im Kindertagesstättenbereich stattgefunden haben.

Das Selbstverständnis der Einrichtungen steht auf dem Prüfstand und auch die Berufsidentität der Erzieherinnen ist dadurch in Bewegung gekommen.

Wie kann ich Bildung im Kindergarten verwirklichen ohne die überformende leistungsorientierte Bildung aus der Schule zu kopieren?

Wie kann ich den Kindern helfen, dass sie lernen, sich selbst zu bilden?

Wie müssen Räume vorbereitet werden, damit dies gut gelingen kann?, - sind z.B. mögliche Fragen, die im Kindergartenalltag nach gelebter Umsetzung suchen.

Gerne können Sie uns zu Teamentwicklungsprozessen oder zu Organisationsentwicklungsfragen hinzuziehen.

Wir bieten für Sie und Ihre Mitarbeiter/innen auch Inhouse-Seminare an. Mit dem Ziel, erfahrbar zu machen, dass Ressourcenknappheit, sowie innerer und äußerer Druck nicht in Gleichgültigkeit und Resignation münden müssen. Wir verstehen beides als Herausforderung, eigene Kräfte zu bündeln und gemeinsam mit Engagement und Freude kreative Lösungen zu entwickeln und zu gestalten.

Vielleicht dürfen wir die Gelegenheit auch dazu nutzen, Sie darauf aufmerksam zu machen, dass wir zu den unterschiedlichsten Themen ( Angst, Aggression, Mediale Spielwelten, Bildung im Kindergarten, Schulreife, Geschwisterkinder, Werte, Sexualität, Grenzen, Glaubensfragen usw.) sowohl Elternabende, wie auch Fortbildungen anbieten.

Auch ist es möglich, uns für Fallbesprechungsgruppen, Teamsupervision oder Spielbeobachtungen im Kindergarten selbst anzufragen.
Wenn Sie genaueres wissen wollen, rufen Sie uns doch einfach an.

Wir danken Ihnen ganz herzlich schon im voraus für Ihr Interesse und Ihr Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Armbrust

Ein- bis mehrtägige Inhouse-Seminare für Kitas, Kita-Teams und Kita-Leiterinnen

Folgende Seminare können Sie bei uns buchen:

Kinder stark machen fürs Leben

Kinderalltag erleben - Kinderalltag gestalten

Immer wieder versuchen wir auch neue Elternbildungsformate mitzuentwickeln, die die Auseinandersetzung mit pädagogischen Themen spannender und interessanter machen und vor allen Dingen, den verantwortlichen Eltern das Gefühl nimmt, nichts zu können oder ungenügend zu sein.

Erlebnis- und Vortragsabende für Eltern von Kindern

Liebe Eltern,

lassen Sie mich zu dieser Reihe ein paar allgemeine Gedanken und Überlegungen vorausschicken.

Kultur brütet seine Mitglieder aus und fädelt sie in ihre bewährten und auch weniger bewährten Kommunikations- und Umgangsformen, wie auch Wertepräferenzen ein.

Eine Kultur des Übergangs sendet widersprüchliche und sich widersprechende Botschaften. Was passiert in einer solchen Situation mit den Mitgliedern dieser Kultur?

Woran sollen sich Eltern und Kinder orientieren? Was ist das Beste für das Kind?

Kinder brauchen erwachsene Handlungsvorbilder, die sie lieben, beschützen, begrenzen, begleiten, fordern, und fördern, die ihnen Wege erschließen und Räume öffnen.

Kinder wünschen sich verlässliche Erwachsene, die wissen, wohin sie gehen, die Werte haben, an die sie glauben, denen sie sich verpflichten und für die sie eintreten.

Sie brauchen erwachsene Vorbilder, die immer wieder die innere Kraft haben, ihrem Leben Sinn zu geben.

Sie brauchen Erwachsene mit kleinen und auch größeren Fehlern, die nie aufhören, an sich zu arbeiten und die Unrecht eingestehen können.

Kinder wollen in ihrer Selbständigkeit unterstützt, in ihrer Selbstverantwortlichkeit gestärkt, in ihrer Konfliktfähigkeit trainiert und nicht zuletzt in ihrer Erlebnisfähigkeit gefördert werden.

Sie wollen Aufgaben gestellt bekommen, die sie herausfordern, die sie in Kontakt mit ihren Grenzen bringen und die ihnen dazu verhelfen, den Rahmen ihrer eigenen Wirksamkeit kennen zu lernen.

Kinder brauchen in ihrem Alltag Begleitung durch wache, aber zurückhaltende Erziehungsverantwortliche.

Für Kinder macht es einen großen Unterschied, ob sie Anerkennung und Zuneigung erfahren oder ob sie vor allen Dingen Ablehnung bzw. Nichtbeachtung erleben.

Kinder brauchen Unterstützung  bei dem alltäglichen Prozess, ihren Erlebnissen und Erfahrungen subjektiv für ihr Leben Bedeutung zu geben.

Ohne Begleitung sind Kinder überfordert.

Sie brauchen unsere Hoffnung, unser Vertrauen und unseren Glauben an ihre Zukunft.

Wie aber können wir uns in ihrem Umfeld für sie einsetzen und Wege bahnen helfen, die es ihnen ermöglichen, gesund und erfüllt groß zu werden?

Wie können wir kleine Schritte mit Schatten hin zu einer ‚besseren Welt’ vorbereiten helfen?

Wie können wir ihnen Mut dafür machen, ihr eigenes Leben gestaltend Schritt für Schritt in die eigene Hand nehmen zu lernen?

Was brauchen wir für uns, um sie darin unterstützen zu können?

Das vorliegende Primärpräventionsprogramm ist also gedacht als kleine Orientierungshilfe für Eltern auf der Suche nach Haltungen zu den unterschiedlichsten Themen und Anlässen.

Eltern, die Standpunkte und Meinungen zu den Wirklichkeiten des Lebens in der Auseinandersetzung mit sich und anderen selbst erarbeitet  haben, können ihre Kinder beim Bewältigen ihres Lebensalltags am besten unterstützen.

Willkommen in der Elternschule!

PS: Selbstveständlich werden zu allen Themen auch mehrtägige Fortbildungen für Erzieher/innen, Familienhelfer/innen, Lehrer/innen, Sozialpädagogen oder Psychologen angeboten.

Kinder als Indianer verkleidet

Kindheit heute

Wie leben unsere Kinder heute?

Wie gestalten sie ihre Freizeit?

Wie treffen sie Verabredungen?

Was erleben sie für Primärbeziehungen?

Wie geben sie ihrer Welt Bedeutung?

Wie erleben sie sich selbst in ihrer Welt?

Wie werden sie genährt in dieser Welt?

In welcher Weise verbindet sich ihr Werden mit den erlebten Realitäten in der Außenwelt?

(Stichworte: vorstrukturierte Spielorte, Verinselung, Ganztagsunterbringung, Konsum, plurale Familienformen, Rollenvielfalt, Einzelkinder, große Auswahl an Lebensstilen, Technik (Gentechnologie, Kommunikationstechnologie, Biochemie usw.), Verkehr, Bewegungsmangel, Ernährung, Entsynchronisierung von Zeitstrukturen, Mobilitätsforderungen, Medikamente).

Was unterscheidet Kindheit heute von unserer Kindheit?

Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten müssen sich Kinder aneignen, um ihr Leben positiv mitgestalten und meistern zu können? Wie können wir als Eltern hilfreiche Begleitung gestalten?

Kinder im Wald - Waldkindergarten

Wertebildung und Sinnstiftung im Erziehungsalltag

Was können Eltern oder Erziehungsverantwortliche tun, damit Kinder einen Sinn/ ein Gespür für rechte Werte entwickeln? Wie kann eine wertorientierte Erziehung Kinder befähigen, in einem Prozess lebenslangen Lernens Selbstachtung, Toleranz und soziale Verantwortung zu entwickeln? Wie können wir positive emotionale und soziale Fähigkeiten wie auch konstruktive Konfliktlösung und Toleranz fördern? Wie entsteht innere Verpflichtung, innere Verbindlichkeit gegenüber bestimmten als richtig erkannten Werten?

Werte sind Leitlinien, die dem Menschen Orientierung geben, die Handlungsziele vorgeben und für die Sinnbildung bedeutsam sind.  Werte haben eine Führungsrolle im menschlichen Tun und Lassen inne, wo immer Menschen etwas wünschen oder "wichtig" finden, als Personen Stellung nehmen und Urteile aussprechen. Werte müssen den Trägern keineswegs immer voll bewusst sein. Sie können in soziale Gewohnheiten, "Normen" und kulturelle "Selbstverständlichkeiten" eingelagert sein.

Werte verbergen sich hinter unseren "Idealen" und in Entwürfen unserer individuellen, aber auch unserer gesellschaftlichen Ethik. Werte sind in komplexer Weise auf "Bedürfnisse" hin orientiert, wenn auch eine nähere Zuordnung zwischen ihnen ziemlich schwierig ist.

Was ist richtig, was darf man, was darf man nicht tun? Wofür soll man sich Mühe geben? Wozu soll man Kinder erziehen? Was ist der Sinn des Lebens? Und gibt es etwas, wofür es sich lohnt, sein Leben einzusetzen?

Viele Lebensorientierungen sind uns als Antwort auf solche Fragen vertraut: Erfüllung in der Arbeit, Zufriedenheit durch Dienst für andere, Freude an vollbrachten Leistungen, Streben nach Selbständigkeit, Selbstverwirklichung. Orientierungshilfen können auch begrenzen: z. B.: Straßenschilder, Straßenbahnleitungen

Echtheit, Glaubwürdigkeit, Gemeinschaft, Freundschaft, Sicherheit, Angstfreiheit im Alltag, Nähe zur Natur, Verlässlichkeit, Formen von Verzicht, Formen von neuer Spiritualität, neue bewusste Langsamkeit, oder auch Kritikfähigkeit, Solidarität, Toleranz, Autonomie, Fähigkeit zum Diskurs, Akzeptanz anderer Wertmaßstäbe und Lebensstile und vieles mehr.

Das Kind auf der Suche nach Identität, vom Kind zum Erwachsenen, bewegt sich im Spannungsfeld von Wahrhaftigkeit und Lüge, Glücksvorstellungen und Glücksversprechen, Sucht und Rausch, Freundschaft, Liebe und Sexualität, Ehe und Familie, Arbeit, Freizeit, Muße, Leben in einer humanistisch geprägten, Kultur, Schuld und Strafe, Menschenrechte und Menschenrechtsverletzungen, begrenzte Ressourcen auf der Erde, Mensch und Natur, Rollenverständnis der Geschlechter, Tod und Sterben, Gewissen und Gewissensbildung, Vorurteile und Diskriminierung, Konflikte, Gewalt, Aggression, Recht und Gerechtigkeit, Wahrheit und Wirklichkeit, (religiöse) Verankerung, kulturelle Prägungen im Zusammenleben, eine Moral oder viele Morales, die Menschenwürde - Begründungen und, Gefährdungen, der einzelne und der Staat, Krieg und Frieden, Herausforderungen der Transplantationsmedizin, Chancen und Risiken von Großtechniken, Gentechnik usw.

Dabei weiß das Kind von alledem nur wenig und trotzdem sucht es tagtäglich kindgerechte Antworten zu all diesen Spannungspolen.

Auf welche Weise müssen wir da- sein damit es sich für das Kind als hilfreich entpuppt?

Die 7 Sinne und die damit verbundene Wahrnehmungsfähigkeit unserer Kinder

Die Entwicklung unserer 7 Sinne (Wahrnehmungsorgane: Augen, Ohren, Nase, Gleichgewichtsorgane, Haut,…) in der vor- und nachgeburtlichen Zeit bildet das Fundament, auf dem sich Entwicklungsprozesse anderer Bereiche (z. B: Handlungsplanung, Emotionalität, Sozialverhalten, Motorik, Sprache) aufbauen.

Kommt es beim Kind zu Entwicklungsverzögerungen, -störungen im Sinnesbereich gleich welcher Art, kann das Auswirkungen auf die Gesamtentwicklung des Kindes haben.

Nicht selten führen sie zu schwerwiegenden Beziehungsstörungen und belasten das Vertrauen des Kindes in seine Zukunft.

Ein Beispiel hierfür wäre ein Kind, dessen Hautsinn übersensibel reagiert und jede zärtliche Berührung als Schmerz empfindet. Wie leicht kann es geschehen, dass wir Eltern eine entsprechende Abwehrreaktion des Kindes als Ablehnung unserer Person empfinden?

Nicht immer gelingt es uns Eltern von der von außen erlebten Auffälligkeit auf die zugrunde liegenden Ursachen zu schließen.

Wie können wir entsprechende Ausdrucksformen und Begleiterscheinungen erkennen und wie können wir uns Unterstützung für uns und für unser Kind holen?

Bericht über einen Bewegungsgarten

Was, wenn sich Eltern trennen wollen?

Trennung und Scheidung ist ein Geschehen, das alle Beteiligten, Eltern, wie Kinder, betrifft. Vielerlei Gefühle werden ausgelöst: Trauer und Wut, Enttäuschung, aber auch Hoffnung und Freude. Aufbruch und Rückschau stehen nebeneinander.

Alle Familienmitglieder müssen neben ihren normalen (Entwicklungs-)Aufgaben mit der neuen Situation fertig werden.

Ängste und Unsicherheiten begleiten den Blick in die Zukunft.

Die Kinder wollen normalerweise beide Eltern als Eltern behalten. Wie können wir uns als Eltern dieser Verantwortung stellen? Die Kinder brauchen Sicherheit. Wie können wir ihnen ein Stück Sicherheit geben, ohne uns in den Entscheidungsprozessen zu verbiegen?

Nicht selten rauben uns Kränkung und Schmerz, die Situation des Umbruchs unsere Kräfte und damit den verstehenden Blick für die Kinder. Was können wir als Eltern dafür tun, damit  Kindergarten oder Schule, Nachbarschaft und Freunde, ohne die einzelnen Bezugssysteme zu überfordern, von den Kindern als unterstützend und hilfreich erlebt werden können?

Patchwork-Familie - Meine, deine, unsere Kinder...

Wie ist das für Kinder, wenn Mutter oder Vater eine(n) neue(n) Lebenspartner(in) haben?

Wie ist das , mit eigentlich fremden Kindern wie mit Geschwistern zusammenzuleben?

Welche Wunschträume verknüpfen wir als Lebenspartner mit dem neuen Glück?

Wird dabei der eigenen Vergangenheit Rechnung getragen?

Mit welchen Beziehungsfantasien finden wir Partner mit Teilfamilien zusammen? Überspringen wir das Gewesene, lassen wir Zeit zum Zusammenwachsen oder wird eine neue Gemeinschaftsidentität erzwungen? Welche Formen des Zusammenlebens entstehen?

Was heißt das für die Kinder? Welche Formen des Miteinanderumgehens sind hilfreich?

Elektronische Unterhaltung und mediale Spielwelten unserer Kinder

Sehr viele Kinder schauen immer mehr fern.

Geschickt eingerichtete Fernsehzeiten, z.B. am Samstagmorgen, wenn die Eltern ausschlafen wollen, begünstigen es, dass Kinder immer öfter die Welt aus zweiter Hand erleben.

He-Man, Turtles, Power-Ranger, Tele-Tubbies, Aliens, Counter Strike, Game-Boy, Play-Station, Computerspiele ….prägen immer stärker ihren Alltag.

Kinder ‚fliegen’ auf diese nun auch nicht mehr ganz neue Spielwelt. Was fasziniert sie so sehr daran? Was reizt sie an diesen zum Teil brutalen und hässlichen Gestalten? Was stellen diese Spielfiguren dar, was verkörpern sie? Inwieweit identifizieren sich die Kinder mit diesen Figuren? Wie wirkt sich dieses mediale Spielzeug, wie auch die elektronischen Medien als solche, auf die längerfristige Entwicklung unserer Kinder aus? In welchem Gesamtzusammenhang ist dieses Spielzeug zu sehen? Wie können wir im Elternhaus damit umgehen? Ist Ignorieren und Verbieten der richtige Weg oder wie können Alternativen aussehen, die diese Dinge einbinden, ihnen aber auch einen Platz zuweisen? Wie kann aus dem kindlichen Konsumenten wieder ein Akteur werden, der selbst gestaltet?

Kinderbücher als Zugangshilfe zum Kind

Es gibt wunderschöne Kinderbücher, die in lebendiger und treffender Form innere wie auch äußere Situationen von Kindern aufgreifen. Bücher handeln von Angst, von Wut, von Freundschaft, von Scham, von Grenzen, von Lust und Sinne, von Mut und Vertrauen, von Streit und Konflikten, von Müttern und Vätern, von Erfolg und Misserfolg.

Sie geben Informationen, sie klären auf und sie helfen dem Kind, seine eigene Situation besser zu verstehen. Manchmal bieten sie sogar Lösungen an oder machen zumindest Mut, weiter nach Lösungen zu suchen. Wir werden an diesem Abend nach Büchern, die uns ansprechen, greifen und mit Spiel und Spaß Zugang zu ihnen suchen und hoffentlich auch finden.

Es werden auch hilfreiche Kriterien für die qualitative Wahl zum Kauf oder Auswählen von Kinderbüchern vorgestellt.

Spaß am Spiel mit den eigenen Kindern

Kinder spielen im Schnee

Während auf der einen Seite die kindliche Natur als unfertiger Erwachsener angesehen wird, die der Überformung durch den schon Erwachsenen bedarf, wird auf der anderen Seite die Selbststeuerungskraft und die Fähigkeit zur Selbstentfaltung der Kinder ohne äußere Anleitung durch Erwachsene oft überschätzt.

Das Spiel ist für das Kind ein wichtiger Raum des „Sich-Selbst-Erprobens“ .

Es lernt im Spiel mit seinen eigenen spontanen (Trieb-) Kräften umzugehen und sie zu steuern.  Dazu bedarf es allerdings auch der Eltern als (Spiel-)Partner.

Der Abend will Eltern ermutigen, so mit ihren Kindern zu spielen, wie diese es untereinander tun: nämlich unbefangen in eine Rolle zu schlüpfen und die „Wirklichkeit“ teilweise außer Kraft zu setzen.

Im Spiel ist unter Kindern vieles erlaubt, was in der Realität nicht möglich ist. Es gelten oft die Regeln des Traums. Im Spiel können Kinder schon mal in die Rolle des Stärkeren schlüpfen und die Ängste der Großen genießen – vorausgesetzt, sie haben einen erwachsenen Spielpartner, der dies zulassen und aushalten kann. Wenn wir uns darauf einlassen, werden wir vom Kind als gleichberechtigter Spielpartner anerkannt. Die Kinder erzählen in ihren Spielen von Macht und Ohnmacht, von Freude und Hoffnung, von Angst und Hilflosigkeit, auch von dem - manchmal heimlichen - Versuch, zu dem zu kommen, was sie für gesundes Wachstum brauchen.

Sich spielerisch zu den Quellen der eigenen Fantasie aufzumachen, um so auch ein besseres Verständnis für sich selbst und das eigene Kind zu finden, ist Ziel des Abends.

Sexualität und Sinnlichkeit ein Thema auch für Kindergartenkinder

Kinder malen ihren eigenen Körperumriss nach

Das Sexualleben jedes Erwachsenen hat Geschichte von Anfang an: Eine positive Identität mit uns als Sexualwesen erlangen wir dadurch, dass wir von Geburt an körperliche Empfindungen haben und auch haben dürfen, je angenehmer, je konfliktfreier, je mehr akzeptiert von unseren Nächsten, desto so besser.

Sexualität verstanden als sinnlich-körperliche Erregbarkeit ist weder zu fürchten, noch als dubiose Angelegenheit hinauszuschieben. Sie ist so immer schon da von Anfang an. Sie hat aber nicht das oft von Erwachsenen hineininterpretierte Bewusstsein. Sie hat zu tun mit zwangloser Freude am Körper, mit erfüllter Sinneserfahrung, mit eigenen Gefühlen und Stimmungen, mit Zärtlichkeit und Wohlbefinden, Vertrauen und Verantwortung, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft. Sie muss weder gehemmt noch stimuliert werden, sondern wird ihren individuellen Ausdruck bei jedem Kind finden.

Schwierig für uns Eltern ist dabei, dass das Kind nirgends so sehr wie im Sexualbereich hinter dem gesprochenen Wort die eigenen, von ethischen Vorstellungen geformten Gefühle der Erwachsenenpersönlichkeit wahrnimmt. Auch zum Wesen des Erwachsenen gehört Sexualität und wir können oft nicht über unseren Schatten springen. Wir wollen einen Abend lang kleine gedankliche Schritte mit Schatten machen.

Streiten will gelernt sein

Wir alle wissen es: Je größer unsere Sehnsucht und unser Wunsch nach harmonischem Familienleben ist,  desto destruktiver kommt es zu Ausbrüchen und Streit.

Weihnachten, das Fest der Familie, ist ein schönes Bild hierfür. Wir richten unser ganzes Bemühen darauf und wollen den Streit als etwas Hässliches und Zerstörerisches vermeiden, doch wir streiten eigentlich täglich.

Der Weg vom zerstörerischen, unkontrollierten Streit hin zum konstruktiven, kontrollierten Streit ist aber wichtig, ja sogar notwendig, für tragfähige Beziehungsgestaltung. Jedes einzelne Familienmitglied, aber auch die Familie als Beziehungsgeflecht, muss sein/ihr Gleichgewicht zwischen Harmoniesuche und distanzierenden Selbstfindungswünschen immer wieder neu entdecken.

Was sind hilfreiche Rituale, Vorgehensweisen, Instrumente auf dem Weg, Streit zu kultivieren und zu einer  gleichberechtigten Aushandelspartnerschaft miteinander zu kommen?

Mein Kind ist aggressiv

Das Zusammenleben in der Familie bewegt sich im Spannungsfeld von Rollenverständnis und Werteprägung der beiden Elternteile, wie auch des Kindes, von Berufsalltag und gemeinsam gelebtem Familienalltag, von natürlichen und unnatürlichen Krisen (Kiga-Anfang, Geburt eines Geschwisters, Umzug, Trennung).

aggressives Kind

Nicht immer lässt es der Alltag zu, Störungen im sensiblen Zusammenspiel der Familie als solche zu erkennen.

Meist sind es die Kinder, die sich zuerst in ihrer Entwicklung behindert fühlen und aus der Sicht der Eltern zum Störenfried des reibungslosen Ablaufs werden. Es ist wichtig solchermaßen auftretende, offene oder verhaltene Aggression der Kinder als Signal zu verstehen, vor allem dann, wenn sie über längere Zeit vorherrschend bleibt.

Wir wollen die eigene Familiensituation und die für sie im Moment typischen Beziehungsformen vergegenwärtigen und den möglichen Ursachen auftretender aggressiver Störungen gemeinsam nachgehen.

Angst und Angstbewältigung bei Kindern

Gerne verklären wir Erwachsenen die Kindheit unserer Kinder. Aber auch zum Leben unserer Kinder gehören Krankheiten, Krisen, Sinn- und Existenzfragen, enttäuschende Beziehungserfahrungen, Momente  der Hoffnungslosigkeit, Verlusterfahrungen und die damit verbundenen aufkommenden Ängste.

Thema des Abends soll die Entstehung, Entwicklung und die mögliche Entwicklung kindlicher Ängste sein.

Welche Ängste haben die Kinder? Wie zeigen sich die Ängste bei ihnen? Wie gehen wir selbst mit eigenen Ängsten um?

Wie können wir diese angstvolle Seite kindlichen Lebens aufnehmen und dort wo nötig abmildern oder sogar kindliche Hoffnung und Vertrauen wecken?

Entspannung und sanfte Spiele für Kinder

Unsere Welt ist von Unruhe und Geschäftigkeit geprägt. Optische und akustische Reize überfluten uns und unsere Kinder. Symptome wie Aggressivität, Hypermotorik und Angst gehören immer häufiger zum Krankheitsbild bei Kindern. Mit sanften Spielen, Fantasiereisen und Atemübungen helfen wir den Kindern zu Ruhe, innerem Frieden und Selbstvertrauen zu finden.

Geschwisterkonflikte

„Streitet euch nicht!“,  „Seid nicht so eklig zueinander!“, „Nimm doch ein wenig Rücksicht auf deine kleine Schwester!“, all das sind Appelle wie sie Eltern an ihre Kinder richten.

Wir alle haben eine idealisierte Vorstellung von Geschwisterlichkeit und es macht uns Mühe, dass die negative Seite ebenso deutlich auftritt.

Geschwisterkonflikt - Geschwisterstreit

In der Erinnerung eigener Geschwistererfahrung streiten sich oftmals das Wunschbild und die Realität, der man sich nicht entziehen kann.

Normale gesunde Geschwister lieben sich und hassen sich, konkurrieren und kooperieren, sie verraten und verletzen sich und halten gegen einen äußeren Feind zusammen wie Pech und Schwefel. Sie sind einmal friedlich, einmal aggressiv, einmal neidisch, eifersüchtig, egoistisch, dann unerwartet großzügig, fürsorglich und beschützend. Das auf und ab ist es, was uns Eltern manchmal den letzten nerv raubt. Und manchmal verfestigen sich auch Geschwisterrollen zum Schaden eines der Kinder. Dann ist die Fürsorge und das Eingreifen der Eltern gefordert.

Wie mobil kann Familie sein?

Der Ruf nach mehr Mobilität erschallt vielfach und fast überall. Wir Menschen sollen entbunden werden aus der ‚Enge’ kanalisierter Arbeitsstrukturen in eine Welt voller Mobilität, Flexibilität und Effektivität.

Das klingt nach einer großen Mobilmachung und macht zunächst einmal auch Angst.

Welche Mobilität ist dabei eigentlich gemeint: geografische, wechselnde Aufgabenfelder, soziale Aufstiegs- oder für die meisten Abstiegsbereitschaft? Oder geht dies alles Hand in Hand?

Eine Reihe von Fragen tun sich auf: Wofür beweglich sein, zu welchem Zweck? Sollen Menschen als Arbeitskraft so beweglich sein, wie der größte Teil des Geldverkehrs in der Welt, ohne Verpflichtung auf Heimat, Bindung, soziale Gemeinschaft? Die Mobilsten überhaupt, die Wirtschaftsflüchtlinge aus der dritten Welt, sind gerade bei vielen nicht beliebt, ihre Form von Mobilität lohnt sich häufig nicht.

Für den Einzelnen und die Gesellschaft tun sich Probleme auf. Wie bindungslos kann ein Mensch existieren, der heute in Hamburg, Morgen in München jobbt? Wie viel Mobilität verkraftet eine Familie? Für was fühlt sich der mobile Homo oeconomicus noch verantwortlich, außer für den eigenen Nutzen?

Aber: Mobilität und Flexibilität können auch Unabhängigkeit schaffen. Welche Chancen haben wir, soziale Bindungen und elterliche Verantwortung unter den Systemanforderungen der Industriegesellschaft zu wahren?

Arbeitslos, was jetzt

Von klein auf wurden und werden wir dazu erzogen, fleißig zu sein. Nur wer fleißig ist, sich in der Schule anstrengt, einen anständigen Beruf erlernt, kann es im Leben zu etwas bringen.

Viele der heutigen Elterngeneration haben sich daran gehalten. Manche/r hat viele Jahre seine/ihre Kraft im Beruf - oft für einen Betrieb - eingesetzt und auch sehr viel Bestätigung erfahren.

Nun plötzlich wird von anderen oder durch die Umstände entschieden, dass das berufliche Aus gekommen sei. Für manchen bricht hier eine Welt zusammen, von ungläubigem Staunen bis hin zu schockartigen Lähmungen reichen die Reaktionen der Betroffenen. Mann/ Frau fühlt sich wertlos, betrogen, im Stich gelassen, vielleicht schon zum alten Eisen gehörig.

Ein Gefühl von Sinnlosigkeit kann sich einstellen. Die Existenzgrundlage ist entzogen. Frau/Mann fühlt sich zu Recht keiner Schuld bewusst, fühlt sich ungerecht behandelt und ist voller Zorn, Trauer und Ärger.

Ängste entstehen: Muss ich vielleicht eine minderwertige Arbeit annehmen, um überhaupt wieder arbeiten zu können oder werde ich vielleicht nie mehr eine Arbeit finden?

Darüber hinaus kann es Konflikten in der Partnerschaft oder in der Familie geben. Plötzlich ist der Verdiener/die Verdienerin immer zu Hause, ständig um einen herum, die anderen fühlen sich kontrolliert, er/sie selbst fühlt sich überflüssig und im Weg.

Die Kinder schämen sich vielleicht sogar für den/die arbeitslose/n Mutter/Vater.

Der Abend soll arbeitslos Gewordenen die Möglichkeit geben, sich auszutauschen, sich Mut zu machen, sich zu helfen, einen neuen Sinn zu finden, Veränderungen zu planen. Auf Wunsch der Teilnehmer/innen können weitere Treffen vereinbart werden.